24.04.2018
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Fachkräfte der Jugendarbeit aus Griechenland zu Gast in Würzburg

Im Juli dieses Jahres unterzeichneten Bundesjugendministerin Dr. Katarina Barley und der griechische Generalsekretär Pafsanias Papageorgiou eine Vereinbarung zur Gründung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks. Bevor dieses 2019 startet, sollen geeignete Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit im Jugendbereich ergriffen werden. So vereinbarten der Bezirksjugendring Unterfranken und der Bayerische Jugendring mit dem Panhellenischen Jugendarbeiterverband einen Fachkräfteaustausch, dessen erster Teil nun in Würzburg und München stattfand.

16 Fachkräfte der Jugendarbeit aus ganz Griechenland nutzen die insgesamt acht Tage, um die Jugendarbeit hier intensiv kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen.

In Würzburg lag ein Schwerpunkt auf der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, so präsentierten das Jugendzentrum in Rottendorf sowie das Café Dom@in, der b-hof und das Jugendkulturhaus Cairo (alle in Würzburg) ihre Einrichtungen und die inhaltliche Arbeit. Beeindruckende Erfahrungen für die Gäste, da die öffentlichen Mittel für die Jugendarbeit in Griechenland komplett zusammengestrichen wurden.

Einblicke in die Arbeit von Jugendverbänden gaben die Kolpingjugend und die DGB-Jugend, zudem konnte im Kilianeum auch die Vielfalt der kirchlichen Jugendarbeit erlebt werden.

Der Bezirksjugendring selbst stellte sich mit der Arbeit von Medienfachberatung und Jugendbildungsstätte vor, zudem rundete der Stadtjugendring Würzburg mit seiner Präsentation den tieferen Einblick in die Jugendringsarbeit ab. Bevor dies dann in München mit der Arbeit des BJR fortgesetzt wurde, trafen sich die Fachkräfte aus Athen, Chalkidi, Feneos, Kalamata, Korinth, Kreta, Petalidi und Thessaloniki zu abendlichen Gesprächsrunden mit dem FT Würzburg und fluchtperspektive, um deren integrative Arbeit mit jungen Geflüchteten kennenzulernen. Schließlich konnte bei einem Besuch an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) der Studienschwerpunkt Jugend- und Erwachsenenbildung besprochen und bei einem Treffen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die berufsspezifische Unterstützung diskutiert werden.

Ale Beteiligten zeigten sich überzeugt davon, dass die Jugend einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der gegenseitigen Verständigung, Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten leisten kann, wie es auch in der Vereinbarung zur Gründung des D-GR-Jugendwerks niedergeschrieben ist.

Am Rande wurden auch Gespräche geführt, um es weiteren jungen Griechen zu ermöglichen, einen Freiwilligendienst in Unterfranken zu machen, so auch bei einem Besuch in der Kita an der Löwenbrücke.

Im nächsten Jahr wird der Fachkräfteaustausch mit Jugendarbeiter*innen aus Unterfranken in Griechenland stattfinden, weitere Maßnahmen sind vorgesehen.