Digitale Herbst-Vollversammlung

„Jugendarbeit ist eine Investition für die Zukunft!“

Jugendarbeit in den bekannten Formen in Jugendgruppen und Jugendzentren ist während der SARS-CoV-2-Pandemie eingeschränkt. Daher fordern die Delegierten der Vollversammlung, dass die außerschulische, ganzheitliche Bildung junger Menschen stärker in den Fokus der Politik gerückt wird.

Schwerpunkt ganzheitliche, außerschulische Bildung

 Die Sinusstudie 2020 zeigt eindrücklich, dass Kinder und Jugendliche von Maßnahmen und Einschränkungen verursacht durch COVID-19 besonders stark betroffen sind.

“Kinder und Jugendliche sind mehr als Schüler*innen, ihre Bedürfnisse auch während der Corona-Krise ernst zu nehmen“ fordert der Vorstand des BezJR. Die Delegierten der Vollversammlung beschlossen vier Positionen um jungen Menschen auch während der Pandemie außerschulische Angebote für ihre Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen.

Die Positionen im Überblick:

  • Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen v.a. in ihrem Recht auf Freizeit und der Persönlichkeitsentwicklung bei allen angeordneten Maßnahmen
  • Ermöglichung von (außer-)schulischer, demokratischer Jugendbildung in Bildungs-häusern und Jugendbildungsstätten v.a. durch die Erlaubnis von Schulfahrten
  • Bereitstellung von Räumen für Kinder und Jugendliche unter Einhaltung der nötigen Hygiene-Maßnahmen
  • Bedarfsgerechte finanzielle Ausstattung von Jugendarbeit auch bei schwierigen kommunalen Haushaltskassen, Finanzierung von Jugendarbeit ist eine Investition in die Zukunft

 Haushalt, Arbeitsplanung, Sonderrichtline 2020 Härtefall Corona

Die weiteren Themen der BezJR-Vollversammlung waren vielfältig: Es erfolgte die Feststellung der Jahresrechnung 2019 und die Entlastung des Vorstands, weiterhin wurde der Nachtragshaushalt 2020 sowie die Arbeitsplanung und der Haushaltsplan für 2021 beschlossen.

Zudem wurde die Sonderrichtlinie „Härtefallregelung Corona 2020“ für einen einmaligen finanziellen Zuschuss an Jugendverbände und öffentlich anerkannte freie Träger der Jugendarbeit verabschiedet. Dieser deckt den Mehraufwand in der Konzeptionierung alternativer, digitaler Veranstaltungs-  und Kontaktmöglichkeiten um Jugendarbeit in digitalen Formaten weiter zu entwickeln. Weitere Ausgaben fielen durch die Umsetzung der Hygienevorschriften oder zur Deckung von Stornokosten an. Zudem fehlen den Verbänden wichtige Einkünfte durch Teilnehmerbeiträge, Einnahmen durch den Verkauf von Essen und Getränken bei Präsenzveranstaltungen sowie durch ihre Verleihangebote.

Grußworte der politischen Vertreter*innen

 Die anwesenden Politiker*innen aus Bund, Land und Bezirk dankten den Akteur*innen der unterfränkischen Jugendarbeit für ihren besonderen Einsatz, in dieser durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, geprägten Zeit.

Vollständiger  Beschluss der Delegierten:  Kinder und Jugendliche sind mehr als Schüler_innen

Siehe auch

Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen

Die Situation von jungen Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie ist alles andere als einfach. Der …