24.08.2019
English Landing Page
Startseite / Jugendpolitik / Volksbund Fahrt nach Verdun – wir waren dabei

Volksbund Fahrt nach Verdun – wir waren dabei

Vom 5. bis 7. April 2019 fand die Multiplikator*innenfahrt des Volksbunds deutscher Kriegsgräberfürsorge nach Verdun in Frankreich statt. Ziel der Fahrt war es Vertreter*innen der Jugendarbeit und der Schule für die die Erinnerungsarbeit des Volksbundes zu sensibilisieren, Möglichkeiten für künftige Kooperationen in Gesprächen zu erörtern und vor Ort einen Eindruck von den Kriegsgräberstätten vor allem des 1. Weltkrieges aber auch des 2. Weltkrieges zu erhalten.

die Etappen unserer Fahrt

In Metz gab es eine kleine geschichtliche Einführung und eine kurze Stadttour, die durch die Besichtigung des Stephansdoms und der Markthallen abgeschlossen wurde.

An den folgenden Tagen wurden, angeleitet durch die anwesenden Geschäftsführer des Volksbunds, einige Kriegsgräberstätten und Soldatenfriedhöfe besichtigt, die größtenteils nach dem ersten Weltkrieg errichtet wurden, vor allem um den gefallenen Soldaten die letzte Ehre zu erweisen und Anerkennung und Dankbarkeit für ihren Dienst ausdrücken sollten. Der lokale Reiseleiter Pierre konnte durch reichlich Fachwissen durchaus veranschaulichen, welche schlimmen Szenarien in der Umgebung von Verdun sich abspielten. Mit der Niederlegung eines Blumenbouquets an jeder Kriegsstätte und einer Schweigeminute für die Opfer zeigten alle Anwesenden ihren Respekt vor den im Krieg Gefallenen.

Die Dörfer im Umkreis, die durch den Krieg fast vollständig ausgelöscht wurden, konnten ebenfalls bei der Bustour besichtigt werden.

Ebenfalls ein Ausflugsziel war das Beinhaus von Douaumont, in dem alle Überreste der nicht identifizierbaren Opfer liegen. Die Zahl der Toten in diesem Gebäude verläuft sich hierbei auf die Skelette von über 130.000 Menschen, die im Umkreis von Verdun geborgen wurden. Bis heute können Angehörige eine Wandtafel mit den Daten des jeweiligen Vermissten im Beinhaus auf Wandsteinen verewigen.

Während der Besuche wurde die Arbeit des Volksbunds deutscher Kriegsgräberfürsorge für alle Teilnehmenden sehr deutlich. Diese Aufgaben umfassen die Grabung nach weiteren Toten aus den beiden Weltkriegen, insbesondere in Osteuropa, die Pflege der Friedhöfe und Gedenkstätten und die Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen. So etwas darf nie wieder geschehen und der Volksbund sieht sich als einen Akteur, der mit seiner Arbeit versucht einen Beitrag hierzu zu leisten.

Ein Bericht von Klara Engel, FSJ beim BezJR